Selbstportraits scharfstellen

Jeder, der sich schon einmal an Selbstportraits versucht hat, ist hierbei sicher über dieses Problem gestolpert: Wie stelle ich scharf? Ich möchte Euch dazu einige Varianten vorstellen, die Ihr gern in den Kommentaren vervollständigen könnt.

Was für Selbstportraits unverzichtbar ist, ist ein Stativ. Zudem braucht Ihr einen Selbstauslöser oder die Möglichkeit, eine Auslöseverzögerung von mindestens 10 Sekunden an der Kamera einzustellen.

Um so weiter die Blende geschlossen ist, um so größer ist der Schärfebereich und um so leichter ist es natürlich auch, Euch selbst in diesen Schärfebereich zu stellen. Bei Blende 1.4 oder 1.8 ist es nahezu unmöglich, auf die eigenen Augen scharfzustellen. Ich selbst nutze immer mindestens 2.8 oder mehr, je nachdem, wie viel Licht zur Verfügung steht. Denn mit höherer Blendenzahl fällt natürlich auch weniger Licht in die Kamera und die Bilder werden dunkler.

Steht die Kamera nun zum Beispiel mit Blende 4.5 auf dem Stativ, kann es auch schon losgehen.

 

Variante 1

Ihr markiert Euch den Bereich, auf dem Ihr stehen wollt mit einem Kreidestrich oder einem Stöckchen auf dem Boden und stellt genau an diese Stelle eine Leiter oder ein weiteres Stativ. Am besten auf jeden Fall etwas, das Eurer Größe nahe kommt.

Nun fokussiert Ihr auf dieses Platzhalter-Objekt und stellt Euer Objektiv auf manuellen Fokus. Das ist wichtig, da sich sonst Eure Kamera einen neuen Schärfepunkt sucht, wenn Ihr die Leiter wieder aus dem Bild gestellt und Euch an ihrer Stelle positioniert habt. Ja, an diesem Punkt freut man sich über den Kreidestrich, den ich leider immer noch hin und wieder vergesse …

Nun steht Ihr also mit Selbstauslöser auf dem Strich und könnt auslösen. Im Optimalfall ist das Bild direkt scharf, was jedoch nicht der Regel entspricht. Etwas Geduld gehört auch dazu. Am besten macht Ihr direkt auf dem Strich stehend mehrere Bilder und bewegt Euch dabei ein paar Millimeter vor und zurück.

 

Variante 2

Meine Kamera hat ein schwenkbares Display und einen Liveview-Modus. Beim Kauf war mir das relativ egal, aber mittlerweile möchte ich beides für meine Selbstportraits nicht mehr missen. Denn steht meine Kamera auf dem Stativ, kann ich das Display so zu mir drehen, dass ich mich bei der Aufnahme selbst sehen kann.

So kann ich mich oder meine Augen genau positionieren, sehe den Bildausschnitt, ob ich mir gerade den Kopf wegschneide oder ob eine Haarsträhne nicht richtig sitzt. Das Objektiv ist bei dieser Variante auf Autofokus eingestellt.

Diese Variante mag ich sehr bei nahen Portraits. Bei weiter entfernten Ganzkörperaufnahmen hat meine Kamera im Liveview-Modus leider hin und wieder Probleme, überhaupt einen Schärfepunkt zu finden.

 

Variante 3

Ich konnte sie aufgrund eines fehlenden Studios nicht testen, aber sie klingt plausibel und die vielen postiven Kommentare geben dem Autor recht.

Das Objektiv ist dabei wieder auf Autofokus gestellt. Man selbst positioniert sich im Dunkeln vor der Kamera. Die Kamera benötigt zum Scharfstellen Licht, das man ihr mit Hilfe einer kleinen Taschenlampe gibt, die man genau auf Höhe der eigenen Augen hält. Hat die Kamera den Fokuspunkt gefunden, nimmt man die Taschenlampe aus dem Bild und löst aus. Die gleichzeitig auslösenden Blitze erhellen das Bild und man bekommt ein Foto, das den Schärfepunkt genau auf den Augen hat.

 

Probiert es am besten selbst aus, berichtet von Euren Tests und verlinkt auch Euer eines oder anderes Ergebnis. Und wenn noch Fragen sind, fragt.

info von: https://kwerfeldein.de

Die richtige Kamera

Die „richtige“ Kamera!? Eine kleine Kaufberatung

Kleine-Fotoschule.de bietet Ihnen diesem Artikel eine kostenlose Kaufberatung. Finden Sie die für Sie ideale Kamera. In der digitalen Fotografie gibt es mittlerweile eine fast unüberschaubare Menge an unterschiedlichen Kameras und Systemen. Beim Kauf einer neuen Kamera steht der Käufer häufig alleine da. Kleine-Fotoschule.de möchte Ihnen daher bei der Suche nach der perfekten Kamera etwas behilflich sein.

Vor den Tipps zum Finden der richtigen Kamera noch kurz eine Anmerkung – Vergessen bei Ihrer Einkaufstour im Internet nicht den Fachhandel vor Ort! Fotofachgeschäfte bieten nicht nur eine gute Beratung, sondern haben darüber hinaus häufig sehr gute Angebote. Das Bestehen des Fachhandels vor Ort kann für Profi- und Amateurfotografen gleichermaßen von Bedeutung sein und ist von Ihrem Einkaufsverhalten abhängig. Eine gute Beratung im Fachhandel kann wertvolle Dienste leisten und einen Fehlkauf vermeiden helfen.

Die „beste“ Kamera!?
In Beratungsgesprächen wird nicht selten der Wunsch nach der besten Kamera geäußert. Hierbei stellt sich die Frage nach der perfekten Kamera. Gibt es diese? Die Frage kann eindeutig mit „Nein“ beantwortet werden. Jeder Nutzer muss sich an den eigenen Bedürfnissen orientieren. Nicht immer ist der „Testsieger“ die für Sie richtige Kamera. Daher sollten Sie sich nicht nur an den Testberichten der Fotomagazine und -foren orientieren.

Viele aktuelle Kameras bieten heute eine mehr als ausreichende Bildqualität für viele Anwendungen. Vor allem bei den gängigsten Bildgrößen (9×13 – 13×18) und bei der Betrachtung am Fernseher oder Beamer sollte die Bildqualität der meisten Markenkameras ausreichen. Sicher, Eigenschaften wie das Rauschverhalten der Kamera sind von Bedeutung. Qualitätskriterien wie diese sollten Beachtung finden, doch ist es zunächst wichtig, sich über fast trivial erscheinende Eigenschaften wie Größe und Gewicht Gedanken zu machen. Welche Größe und welches Gewicht sind bei der jeweiligen Fotoausrüstung akzeptabel? Denken Sie daran, nicht nur die Bildqualität, die häufig erst bei größeren Abzügen sichtbar wird, auch die Handhabung und die Kompaktheit der Kamera kann für Sie persönlich im Vordergrund stehen.

Auch Kriterien wie Brennweitenbereich (optischer Zoom), schwenkbarer Monitor, Robustheit, Energieversorgung oder auch die Ausbaufähigkeit des Gesamtsystems können bei der Wahl einer digitalen Kamera für Sie im Vordergrund stehen.

Diese Merkmale sind häufig verknüpft mit den jeweiligen Kameratypen. In der digitalen Fotografie können die verschieden Kameras vereinfacht in folgende Kameratypenuntergliedert werden: kleine Kompaktkameras, Bridge-Kameras, SLR-Kameras, digitales Mittelformat. Die Entscheidung für eine dieser Kameraklassen ist auch eine Entscheidung für das Gewicht und die Größe der Kameraausrüstung. Grundlegende Informationen zu den verschiedenen Kameratypen finden Sie im Artikel „Kameratypen“.

Die Bildqualität einer Digitalkamera ist vor allem von folgenden Punkten abhängig:

  • Objektiv
  • Kameraelektronik – Firmware (kamerainterne Software)
  • Sensortechnik CCD oder C-MOS

Wie bereits angedeutet ist die Bildqualität einer digitalen Kamera nicht nur von der  Auflösung (Pixelzahl) abhängig. Weitere wichtige Aspekte sind z. B. Objektivqualität, Sensorgröße, Rauschverhalten (vor allem wichtig bei schlechten Lichtverhältnissen), Dynamikbereich, Farbdarstellung … Ein Sensor kann nur das aufzeichnen, was durch das Objektiv kommt. Dies bedeutet, dass bei schlechter Objektivqualität auch eine noch so hohe Sensorauflösung keinen Qualitätsgewinn bringt. Hier gilt, dass eine Kamera nur so gut ist wie das schwächste verwendete Element. Diese Kameraeigenschaften finden sich nicht in den technischen Daten der Kamera, die ihnen der Hersteller zur Verfügung stellt.

Um weitere Informationen darüber zu erhalten, sollten Sie Tests und Erfahrungen anderer Nutzer über das entsprechende Produkt nicht außer Acht lassen. Häufig ist es jedoch schwierig, die zum Teil recht widersprüchlichen Aussagen zu filtern und zu werten. Denken Sie daran, dass nicht jeder Autor eine objektive Wertung vornimmt. Eine breite Informationsbasis bietet die beste Möglichkeit, die Wertungen und Informationen abwägen zu können.

Vergessen Sie über all den Testberichten nicht, dass Sie darüber entscheiden, ob Sie mit der Bildqualität Ihrer Kamera zufrieden sind oder nicht. Lassen Sie sich den Spaß an Ihrer Kamera nicht durch Tests nehmen. Entscheidend ist die Bildaussage und nicht allein die technische Perfektion.

Hierzu ein Zitat von Gisèle Freund, einer deutsch-französischen Fotografin und Fotohistorikerin

„Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera“ (Gisèle Freund, 1912 – 2000).

In diesem Sinne – Konzentrieren Sie sich auf die Fotografie und nicht auf die technischen Daten der Ausrüstung. Weitere Informationen zu Gisèle Freund finden Sie hier wikipedia.de – Gisèle Freund

Hier eine kurze Zusammenfassung als „Top-List“ wesentlicher Merkmale beim Kauf einer neuen Kamera:

  • Größe
  • Gewicht
  • Bildqualität / Art der Bildpräsentation (Papierabzüge, Computerdarstellung, Internet, Beamer, Größe der Darstellung)
  • Geschwindigkeit
  • Brennweitenbereich
  • Bildstabilisator
  • Monitor (schwenkbar, Größe)
  • Optischer oder digitaler Sucher
  • Mechanischer Zoom oder motorgetriebener Zoom
  • Energieversorgung
  • Robustheit (Wasserdicht? Trittsicher? Stoßfest?)
  • Ausbaufähigkeit (Fernauslöser, Blitzsystem, Objektive und Konverter)
  • Handhabung / Bedienung
  • Gesichtserkennungstechniken, z. B. „Smile Shot“, erleichtern bei Aufnahmen von Personen die Fokussierung
  • Anschlüsse (HDTV Anschluss, HDMI, PictBridge, WLAN-Übertragung … )
  • Videofunktion (Videoauflösung,  Anzahl der Bilder pro Sekunde [frames per second], Tonqualität, Zoommöglichkeit während der Aufnahme … )

Fragen, die Sie sich vor dem Kamerakauf stellen sollten

  • Wie groß und schwer darf die Kamera sein?
    • Die beste Kamera ist die, welche Sie dabei haben (Größe? Gewicht?). Ein Spitzenmodell, das wegen seiner Größe zuhause in der Schublade liegt, bringt in diesem Fall recht wenig.
    • Lassen Sie sich nicht verleiten, eine Kamera zu kaufen, die die Ihnen von Anfang an zu schwer und groß ist.
  • Kann eine einzelne Kamera meine fotografischen Ansprüche erfüllen?
    • Häufig liegen die verschiedenen Ansprüche an eine Kamera im Widerspruch zueinander (z. B. möglichst klein und dennoch höchste Lichtstärke und geringes Rauschen auch bei hohen ISO-Zahlen)
    • Tipp!!! Glauben Sie nicht an die „Eierlegende Wollmilchsau“
    • Häufig ist es besser, sich mehrere Modelle, die für die jeweiligen Anwendungsgebiete optimiert sind, zuzulegen, z. B. eine kompakte Digitalkamera zum immer Dabeihaben und eine SLR-Kamera für Ihre anspruchsvollen künstlerischen Ansprüche.
  • Wollen Sie Fotos bei schlechten Lichtbedingungen machen?
    • Wenn für Sie Nachtaufnahmen oder Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen im Vordergrund stehen, sollten Sie sich für eine digitale Spiegelreflexkamera entscheiden. Diese haben aufgrund ihres größeren Sensors Vorteile gegenüber den meisten kompakten Digitalkameras.
  • Wollen Sie Sportaufnahmen machen?
    • Sportaufnahmen erfordern meist Kameras, die schnelle Bildfolgen (Serienbilder) schaffen, einen schnellen Autofokus besitzen und im besten Fall zudem über ein lichtstarkes Objektiv mit entsprechender Brennweite verfügt (meist sind Tele-Objektive im Vorteil).
  • Wollen Sie Kinder fotografieren?
    • Fotos von spielenden, herumtobenden Kindern stellen viele Kameras vor große Herausforderungen. Auch hierbei sind ein schneller Autofokus und evtl. ein schneller Serienbildmodus von Vorteil. Die Auslöseverzögerung sollte so kurz wie möglich sein: Hierbei würde jedoch häufig schon die richtige Verwendung der Kamera mit der entsprechenden Vorfokussierung vor der Aufnahme weiterhelfen. Beachten Sie hierzu die Artikel zur Fokussierung auf Kleine-Fotoschule.de.
  • Wollen Sie Tiere fotografieren?
    • In diesen Fällen ist es wichtig, sich Vorfeld über die Distanz zum Motiv Gedanken zu machen. Eine leistungsfähige Tele-Brennweite (wichtig ist hierbei das optische Zoom – digitaler Zoom geht auf Kosten der Bildqualität) ist in diesem Fall häufig ein wesentliches Ausstattungsmerkmal.
  • Wollen Sie Porträts mit geringer Schärfentiefe machen?
    • Wenn eine geringe Schärfentiefe z. B. bei Porträtaufnahmen gewünscht ist, so sind Kameras mit größeren Sensoren und lichtstarke Objektive mit einem Brennweitenbereich zwischen 60 und 100mm vorzuziehen.
    • Kompakte Digitalkameras besitzen aufgrund ihrer geringen Größe meist einen sehr kleinen Sensor. Der Crop-Faktor führt dazu, dass für die Objektive in den kompakten Kameras deutlich kürzere Brennweiten haben müssen, um auf eine vergleichbare kleinbildäquivalente Brennweite zu kommen. Dies führt dazu, dass diese Kameras bei vergleichbaren kleinbildäquivalenten Brennweiten und gleicher Blende eine deutlich größere Schärfentiefe als Kameras mit größeren Sensoren aufweisen.
  • Wie nutzen Sie die Bilder. Wie groß sollen die Abzüge bzw. Prints werden?
    • Je größer die Bilder werden sollen, desto wichtiger ist die Bildqualität der Kamera. Wenn Sie Bildgrößen größer als 20x30cm in hoher Qualität anfertigen wollen, sollten Sie diesem Kriterium größere Aufmerksamkeit schenken.
  • Sind Sie evtl. in Ihrer Bewegung eingeschränkt?
    • In diesen Fällen kann ein schwenkbares Display von Vorteil sein. So können auch Personen mit eingeschränkter Mobilität, z. B. Rollstuhlfahrer, verschiedene Perspektiven einnehmen.
    • Auch für Menschen, die nicht in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, kann ein schwenkbares Display den Komfort oder auch die fotografische Qualität erhöhen, z. B. wenn sich zwischen Fotografen und dem Hauptmotiv eine Menschenmenge befindet und die Kamera in die Höhe gehalten werden muss.

Diese Liste kann aufgrund der vielfältigen Ansprüche an eine Fotoausrüstung nicht vollständig sein. Sie sollten diese Fragen je nach Ihren Bedürfnissen variieren und ergänzen. Technische Daten und weitere Informationen zu den aktuellen Kameras finden Sie auf den Seiten der Hersteller.

info von: https://www.kleine-fotoschule.de

Reportagefotografie

Kaum ein anderes fotografisches Genre hat einen so faszinierenden und aufregenden Klang wie die Reportagefotografie. Mit etwas Fantasie und einem wachen Auge können Sie in Ihrer Umgebung spannende Themen finden und in packende Bilder umsetzen…

 

Beim Begriff Reportagefotografie denkt man unwillkürlich an die großen Zeitungen und Zeitschriften, die ein Gespann aus Reporter und Fotograf in ein fernes Land schicken, um ein Thema ein oder zwei Wochen gründlich zu recherchieren und zu bebildern. Leider ist dies eine romantische Vorstellung aus längst vergangenen Zeiten. Außer sehr großen Magazinen wie zum Beispiel National Geographic kann sich in der heutigen Zeit kaum ein Blatt so etwas mehr leisten. Stattdessen regieren auch in diesem Bereich vor allem Zeit- und Kostendruck, weswegen Fotoreporter kaum noch fest angestellt werden, sondern vor allem auf freiberuflicher Basis arbeiten.

Gewerbliche Reportagefotografie

Als gewerblicher Reportagefotograf muss man sich entweder auf die tagesaktuelle Berichterstattung spezialisieren. Dann geht es darum, möglichst schnell möglichst hochwertiges Bildmaterial in Form von Einzelbildern zu einem bestimmten Event bei einer Bildagentur oder einer Redaktion abzuliefern. Bei der letzten Papstwahl war dies an den Livetickern der Online-Nachrichtenseiten gut zu beobachten. Bereits vier Minuten nachdem der neugewählte Papst auf den Balkon getreten war, waren auch schon Bilder davon zu sehen. Dazwischen lagen die folgenden Schritte: Der Fotograf macht die Fotos, die per WLAN auf einen Laptop und von dort mittels Handykarte auf den Server der Bild- bzw. Nachrichtenagentur hochgeladen werden.

Ein Redakteur wählt die besten Aufnahmen aus, lässt gegebenenfalls eine Standardbearbeitung darüberlaufen und wählt den idealen Bildausschnitt, verschlagwortet sie, schreibt einen Begleittext und pflegt die Bilder in das eigene System ein. Dann wird das Agenturmaterial den Nachrichtenredaktionen zur Verfügung gestellt, die das Bild auswählen, kaufen und in das eigene System übernehmen, es gegebenenfalls noch etwas anpassen und veröffentlichen. Auch wenn viele dieser Schritte schon automatisiert sind, sind vier Minuten dafür eine extrem kurze Zeit.

Der Fotograf wird so zum reinen Bildlieferanten, zumal bei großen Events immer mehrere Fotografen vor Ort sind, die oft auch vom gleichen Ort aus und im selben Moment auslösen – also nahezu identische Bilder machen. Dann zählt nur noch die Schnelligkeit, mit der ein Bild beim Kunden verfügbar ist. Alternativ dazu kann man sich natürlich auch auf richtige Fotoreportagen spezialisieren, bei denen ein komplexeres Thema mit einer zusammenhängenden Serie von Bildern vorgestellt und beschrieben wird. Immer weniger Print- oder Online-Redaktionen lassen gezielt zu einem ausgewählten Thema Bilder produzieren. Stattdessen übernehmen immer mehr Fotografen auch diese Aufgabe und suchen die Themen selbst aus. Dann bieten Sie dies entweder verschiedenen Redaktionen an und hoffen auf eine Finanzierung oder gehen selbst in Vorkasse und produzieren die Bildstrecke, um sie anschließend als fertiges Werk anzubieten.

Private Reportagefotografie

Im aktuellen Tagesgeschehen kann man als Hobbyfotograf natürlich nicht mithalten, da hilft es nur, sich auf kleinere, weniger wichtige Veranstaltungen oder bestimmte Aspekte am Rand der großen Events zu spezialisieren – sofern man dazu überhaupt eine Akkreditierung erhält. Im Bereich der zufälligen und ungeplanten Reportage sowie für Paparazzibilder allerdings setzen immer mehr Zeitschriften und Zeitungen auch auf die (Handy-)Fotos von Passanten.

Ganz anders sieht es hingegen bei den großen Themen und den längeren Fotoreportagen aus. Hier kann man – auch ohne dies hauptberuflich zu machen – anderen mit einer Bilderstrecke etwas nahebringen. Wichtig dafür ist vor allem anderen die Wahl eines interessanten Themas.

Ziel einer Reportage

Das erklärte Ziel einer jeden Fotoreportage ist es, einer bestimmten Zielgruppe oder einer möglichst großen, undefinierten Menge an Menschen ein ganz bestimmtes Thema nahezubringen. Anders ausgedrückt geht es darum, die Aufmerksamkeitder Betrachter zu erregen und auf das Thema zu lenken, ihnen das Thema von verschiedenen Seiten zu präsentieren und es ihnen so zu ermöglichen, sich eine eigene Meinung dazu zu bilden. Dies geschieht in einer Serie von zueinander gehörenden und einander ergänzenden Bildern, die mehrere Aspekte eines übergeordneten Themas zeigen. Dabei sollten möglichst mehrere verschiedene inhaltliche Blickwinkel auf das Thema aufgezeigt werden.

Anders als bei den meisten anderen fotografischen Genres geht es bei der Reportage auch darum, die eigene Meinung des Fotografen möglichst stark hintenanzustellen und sich um ein Höchstmaß an Objektivität, Seriosität und Glaubwürdigkeitzu bemühen. Insbesondere die Forderung nach objektiven Bildern ist in einem so subjektiven Medium wie der Fotografie natürlich nur ansatzweise, nicht aber vollständig erfüllbar. Dennoch sollten Sie auf einige gestalterische Mittel der subjektiven Fotografie sowie auf starke und sichtbare Nachbearbeitung der Bilder verzichten, weil dies alles denZielen einer Reportage abträglich wäre.

Themen finden

Wenn es um ein geeignetes Thema für eine Fotoreportage geht, sollten Sie sich vor allem in Ihrem unmittelbaren Umfeld umsehen. Denn eine gute Reportage braucht vor allem eine sehr starke Vertrautheit mit der Materie, mit den Orten, mit den Menschen und den Zusammenhängen. Dieses Wissen entsteht nur durch eine intensive Beschäftigung mit einem Thema über eine längere Zeit.

Es ermöglicht dem Fotografen, bereits vor einem Fototermin zu wissen, welche Aspekte fotografisch interessant sind, wann sich wo fotogene Situationen ergeben und worauf manauch technisch gesehen zu achten hat. Außerdem wird man als Fotograf nicht als so störend empfunden, wenn man die Menschen vor Ort kennt und sich schon in die Umgebung eingepassthat.

Also sollten Ihre ersten Fragen bei der Suche nach einem Thema sein: Worin kennen Sie sich gut aus? Was kennen Sie besser als andere? überprüfen Sie, ob vielleicht Ihr Arbeitsplatz, die Gegend, in der Sie leben, Ihr Hobby, Ihr Sport oder Ihr Verein nicht eine spannende Fotoreportage wert ist. Welche Themen aus Ihrem persönlichen Umfeld könnten auch andere Menschen interessieren? Einige großartige Fotoreportagen entstanden, weil der Fotograf einen Menschen mit einer bestimmten Krankheit oder Behinderung in seiner Familie oder seinem Freundeskreis hatte und diese Schicksale anderennahebringen wollte. Es können aber auch Menschen mit einer besonderen Begabung, einem bestimmten Glauben oder irgendeiner anderen Gemeinsamkeit sein, die Sie vorstellen. Es müssen aber nicht immer nur die großen Themen sein, für die sich eine Fotoreportage lohnt.

Auch viele kleine Orte oder Besonderheiten eignen sich großartig dafür, sie anderen Menschen mit eindringlichen Bildern näherzubringen. Und gerade an diesen eher kleinen Themen das eigene Viertel, eine bestimmte Veranstaltung, der Jahresverlauf in Wald und Feldern, der eigene Urlaub – sind hervorragende übungsthemen, wenn Sie neu in die Fotoreportage einsteigen. Eine letzte Frage sollten Sie sich jedoch auch noch stellen: Was würden Sie gerne einmal sehen und näher kennenlernen? Denn die Fotografie ist ein wunderbares Medium, die eigene Neugierde zu befriedigen. Wenn Sie sich ernsthaft für ein bestimmtes Thema interessieren und damit verantwortungsvoll umgehen, öffnet allein dieses Interesse und die Bereitschaft, Bilder davon zu machen sehr oft jede Menge ansonsten dicht geschlossener Türen. Oder anders ausgedrückt: Ohne Neugierde und ehrliches Interesse an dem jeweiligen Thema kann eine bewegende Reportage kaum entstehen, da sich genau diese Begeisterung über die Bilder auch auf den Betrachter überträgt.

Überprüfen Sie Ihr Thema kritisch: Trägt es eine ganze Bildstrecke? Wie viele Bilder könnte es tragen? Ist es interessant? Für wen? Reden Sie mit Freunden darüber.

Diese Vorbereitungen helfen Ihnen dabei, auch andere Menschen von Ihrer Idee zu überzeugen, und das werden Sie immer wieder nötig haben. Sei es, wenn Sie fremde Menschen fotografieren, Zugang zu verschlossenen Orten erreichen oder einen besonderen Platz für die Ausstellung der Ergebnisse akquirieren wollen. Gehen Sie deswegen in Gedanken solche Gespräche vorher durch und überlegen Sie, welche Bedenken Ihr Gegenüber alles äußern könnte, und wie Sie ihn dennoch davon überzeugen können, Sie bei Ihrem Projekt zu unterstützen, obwohl das für ihn einen Mehraufwand bedeutet. Besonders wichtig sind dafür Probefotos von ähnlichen Motiven, die fremden Personen schnell und einfach zeigen, was Sie vorhaben – und für Sie selbst eine gute Form der Vorbereitung darstellen.

Was eine Bildstrecke braucht

Um eine abwechslungsreiche Bildstrecke zu gestalten, sind einige bestimmte Arten von Bildern nahezu immer nötig. Natürlich variieren der Anteil und die Anzahl der Bilder innerhalb einer Reportage je nach Thema und manche Bilder deckenauch gleich mehrere dieser Punkte ab. Ganz ohne diese Funktionen kommen Sie bei einer Reportage jedoch kaum je aus.

Zum einen brauchen Sie einen klar strukturierten und leicht erkennbaren Aufmacher, der die Aufmerksamkeit der Betrachter erregt. Dieser sollte inhaltlich die wichtigsten Aspekte zusammenfassen, gleichzeitig aber auch neugierig auf mehr machen. Im Idealfall verfügt das Bild über viel ruhige Fläche, um Schrift darauf platzieren zu können.

Weiter ist eine übersicht nötig, die dem Betrachter die verschiedenen Akteure, den Ort und deren Beziehungen zueinander aufzeigt. Dazu gehören Entfernungen genauso wie die Richtungen der einzelnen Elemente. Mit solchenBildern verschafft sich der Betrachter einen überblick, der ihm dabei hilft, die weiteren Fotos inhaltlich passend einzuordnen.

Auf jeden Fall müssen einige wichtige Akteure des Themas vorgestellt werden. Diese müssen jedoch nicht unbedingt Menschen, sondern können auch durchaus Tiere, Pflanzen oder Gegenstände sein. Natürlich können nie alle wichtigen Elemente zeigen, weswegen Sie sich auf die typischen und für das Thema repräsentativen konzentrieren sollten. Aber auch ein oder zwei besondere, herausstechende Akteure abseits des Gewohnten und Erwarteten lockern die Geschichte auf.

Ferner geht es natürlich um die Aktion selbst, also darum, was bei dem Thema geschieht. Das können Bewegungen, Emotionen als Ausdruck eines inneren Vorgangs, langsame oder schnelle Veränderungen sein. Auf jeden Fall zeigen sie auf, dass das Thema lebendig ist.

Damit der Betrachter auch weiß, wo sich das Ganze abspielt, ist eine Verortung nötig. Diese kann unterschiedlich konkret ausfallen, je nachdem, wie wichtig sie für das Thema ist. Wenn es keine charakteristischen Landmarken oder klar erkennbaren Bauten oder Gegenstände gibt, können Sie sich auch mit der Einbeziehung von entsprechenden Schriftzügen in ein Bild helfen.

Um dem Betrachter etwas Ruhe und inhaltliche Tiefe zu vermitteln, sollten Sie auch ein paar Details nicht vergessen. Damit nehmen Sie ihn aus dem Gesamtbild heraus und führen ihn nah an ein wichtiges, gleichermaßen repräsentatives wie ausdrucksstarkes Element heran. Außerdem schaffen Sie so mehr Abwechslung innerhalb der gesamten Bildreihe.

Nicht zuletzt brauchen Sie auch mehrere Bilder, die vor allem anderen die von Ihnen gewünschten und mit dem Thema verbundenen Emotionen wecken. Denn über solche Fotos erreichen Sie Ihre Betrachter am stärksten und schaffen eine starke Nähe zum Thema und Betroffenheit.

Bilder im Kontext

Grundsätzlich sollten Bilder auch ohne eine weiterführende Erklärung wirken – das gilt für alle Fotos, auch bei der Reportage. Da Fotos jedoch nichts Abstraktes und keine Negation darstellen können, ergibt sich hier eine Besonderheit: Damit Reportagefotos verstanden werden können, braucht es den Text als Unterstützung und Erläuterung. Das kann als Fließtext, als Bildunterschrift oder als Titel geschehen, aber ohne dieses Mehr an Informationen sind viele Zusammenhänge nicht abbild- und erkennbar. Deswegen müssen Sie bei einer Fotoreportage immer auch die ergänzenden Texte mit berücksichtigen.

Technik

Wie bei jedem anderen fotografischen Genre auch, gibt es natürlich bestimmte technische Funktionen Ihrer Ausrüstung, auf die Sie bei der Reportagefotografie besonderen Wert legen sollten. Alles, was Ihnen hilft, beim Fotografieren nicht aufzufallen, hilft Ihnen dabei, die Situation unbemerkt, ohne Störung und damit authentisch einzufangen. Denn als sichtoder hörbarer Fotograf verändern Sie jede Aufnahmesituation – auf jeden Fall. Vorneweg sind es die Objektive, mit denen Sie steuern, ob Ihre Bilder als glaubwürdig oder als unstimmig empfunden werden. Der Bildwinkel des 50mm-Objektivs im Vollformat entspricht in etwa dem Gesichtsfeld des Menschen, weswegen wir damit fotografierte Bilder als richtig, wahr und glaubwürdig ansehen.

Das 50er ist deswegen das klassische Reportageobjektiv. Darüber hinaus werden auch leichte Weitwinkel und leichte Teleobjektive – also 35 bis 105mm im Vollformat – als nicht allzu verzerrend und damit noch realistischempfunden. Noch extremere Brennweiten führen jedoch zu einer stark subjektiven Verzerrung, die dem neutralen und glaubwürdigen Ziel der Reportage zuwiderläuft.

Mit lichtstarken Festbrennweiten können Sie zwar auch bei schlechten Lichtsituationen noch fotografieren, ohne den auffälligen Blitz einsetzen zu müssen. Dafür sind Sie bei der Veränderung des Bildausschnitts deutlich langsamer. Deswegen empfehlen sich für Reportagen lichtstarke Standard-Zoomobjektive in Kombination mit einem neuen und wenig rauschanfälligen Sensor in der Kamera. Bei der Kamera achten Sie vor allem auf zwei Dinge: zum einen sollte die Kamera klein, zum anderen leise sein, damit das Fotografieren nicht allzu stark auffällt. Systemkameras sind da deutlich kompakter und unauffälliger als DSLR-Kameras. Ein klappbarer Monitor erleichtert Ihnen das gezielte Fotografieren aus der Hüfte, ohne dass jeder sofort bemerkt, dass Sie fotografieren. Und da es in der Reportage oft genug sehr schnell gehen muss, machen Sie sich unbedingt mit den verschiedenen Automatiken Ihrer Kamera vertraut – ganz besonders in den Autofokus-Funktionen. Denn ein im Eifer des Gefechts falsch fokussiertes Bild ärgert einen hinterher doppelt.

Mit einer solchen Ausrüstung gewappnet, können Sie sich eigentlich gleich an das nächste Thema machen und sich überlegen, wie Sie dieses mit packenden und emotional starken Bildern beschreiben und den Betrachtern nahebringen können.

INFO von: http://ringfoto.at

Richtig scharfe Fotos

Aufnahmegeräte – erst recht die aktuellen Kameras – liefern allein rein technisch gesehen die Basis, um zu richtig scharfen Aufnahmen zu gelangen. Was sich in den letzten Jahren in Punkto Schärfe getan hat, ist sehenswert und der Unterschied ist sichtbar. Ein Vergleich macht diesen übrigens augenfällig mit Aufnahmen, die mit einem älteren Aufnahmegerät gemacht wurden. Die Voraussetzungen für scharfe Aufnahmen sind also brillant. Dennoch passiert es immer wieder, dass es Fotografien an Schärfe fehlt. Es sind oftmals nur Kleinigkeiten die jedoch einzeln oder in der Summe große Wirkung zeigen können. Immer häufiger begegnet man übrigens der Begrifflichkeit „Knackscharf“. Damit wird schlichtweg die ultimative Schärfe zum Ausdruck gebracht. Und diese sollte immer unser Ziel sein, ist sie doch ein Qualitätsmerkmal. Profifotografen nutzen übrigens gern den Begriff „tack sharp“, der sich aus einem Akronym herleitet. TACK steht für „Technically Accurate Cibachrome Kelvin“ – bezieht sich auf die Farbtemperatur – und SHARP steht für „Shutter Hyperfocal At Refracted Polarization“. Aber zurück zur Schärfe – sie entscheidet auch mit darüber, wie die Wettbewerbsbeiträge, die zum Fotocontest „Blende“ eingereicht werden, auf Zeitungs- und Bundesebene abscheiden. Dass die „Blende“-Teilnehmer die Klaviatur des Bildermachens verstehen und wie wichtig es ist, das Augenmerkt auf die Schärfe zu legen, zeigen die hier exemplarisch veröffentlichten Aufnahmen. Heute entscheiden bei Fotowettbewerben oftmals nur noch Nuancen.

Stativ – Mehr als nur eine Stütze

Wir alle haben eine gewisse Handunruhe auch, wenn wir uns dieser mitunter nicht immer bewusst sind. Gerade wenn man keine optimale Kamerahaltung einnimmt und die Arme von sich mit der Kamera in der Hand wegstreckt, dann stellt sich mit der Zeit ein immer stärker werdendes Zittern ein. Ein Stativ ist mehr als nur eine wertvolle Stütze für den Fotografen, denn mit ihm gelingt es, die Kamera wirklich still zu halten. Das Stativ muss auf die Kamera und die örtlichen Begebenheiten ausgelegt sein. Und Qualität hat ihren Preis und dieser zahlt sich schlichtweg aus. Im Hinterkopf sollte man immer haben, dass ein Stativ einen über ein langes Zeitfenster begleiten wird. Das relativiert schnell die Anschaffungskosten.

Auslöseknopf kontra Kabelauslöser, Fernauslöser, Tablet, Smartphone

Ruht die Kamera auf einem Stativ oder halten wir sie in der Hand und betätigen den Auslöseknopf, so sind damit schon leichteste Unruhen verbunden, die zu unscharfen Fotos führen können. Wann immer es geht und erst recht dann, wenn mit einem Stativ fotografiert wird, sollte die Kamera über einen Kabel- beziehungsweise Fernauslöser, das Tablet oder das Smartphone ausgelöst werden. Nahezu alle aktuellen Kameras verfügen über die Option, mit ihnen kabellos in Verbindung treten zu können. Das ist nicht nur interessant im Zusammenhang mit dem Bilddatentransfer, sondern auch in Bezug auf die Kamerabedienung. Man muss lediglich entsprechende Kamera-App herunterladen und schon kann die Kamera über das Tablet oder Smartphone ausgelöst werden. Ein weiterer Punkt der für das Tablet spricht ist, dass die Anzeige hier deutlich größer ist als beim Smartphone. Das ist dann von Vorteil, wenn man noch die Kameraeinstellung ändern möchte. Ist die Kamera noch nicht „Connectivity-tauglich“ – sie lässt sich übrigens mit entsprechenden Speicherkarten nachrüsten – dann ist der Kabel- beziehungsweise Fernauslöser ein wichtiges Fotozubehör, mit dem sich Vibrationen durch Betätigung des Auslöseknopfes verhindern lassen.

ISO – Sensorempfindlichkeit nicht zu hoch

Sind die Lichtbedingungen schwach und wird unter Zuhilfenahme eines Stativs fotografiert, so neigt man gern dazu, die Sensorempfindlichkeit zu erhöhen, um noch mit einer moderaten Belichtungszeit fotografieren zu können. Auch, wenn die Kamerahersteller das Bildrauschen bei ISO-Erhöhung deutlich reduzieren konnten, so ist es dennoch ratsam, mit ISO-Werten von 200, 100 oder sogar 50 – letztgenannte geht nicht bei allen Kameras – zu fotografieren. Grund dafür ist, dass mit höheren ISO-Werten es zum Verlust von feinen Details kommen kann. Damit verlieren die Fotos automatisch an Schärfe. Wird aus der Hand fotografiert, so hat man nicht die Wahl und muss sich für einen höheren ISO-Wert entscheiden, um die Belichtungszeit so kurz wie nur möglich zu halten.

Kamerahaltung – A und O

Fotografiert man nicht unter Zuhilfenahme eines Stativs aus der Hand heraus, so ist auf die Kamerahaltung zu achten. Wichtig sind die eigene Stabilität und die der Kamera. Die Ellenbogen gehören angelegt – man sollte also nicht mit ausgestrecktem Arm fotografieren. Sofern die Kamera über einen Sucher verfügt, sollte über diesen das Motiv anvisiert werden. Grund dafür ist, dass man automatisch eine bessere Kamerahaltung einnimmt. Wird im Stand fotografiert, so gehören die Beine leicht auseinander, weil dies mehr Stabilität gibt.

Vibrationsreduzierung – Deaktivierung von VR- oder IS-Funktion

Zahlreiche Objektive sind mit einem Bildstabilisator ausgestattet, der der Handunruhe entgegenwirkt, wenn aus der Hand fotografiert wird. Fotografiert man nun unter Zuhilfenahme eines Stativs, dass die Wahrscheinlichkeit für Vibrationen nahezu auf Null setzt, dann sollte die VR- beziehungsweise IS-Funktion deaktiviert werden. Grund dafür ist, dass die Objektive nach „Bewegungen“ suchen und das kann zu minimalen Erschütterungen führen. Diese können dann für eine mögliche Unschärfe verantwortlich sein.

Schärfe kontrollieren – Ins Bild hineinzoomen

Obwohl die Kameradisplays immer brillanter werden, ist es aufgrund ihrer Kleinheit nicht wirklich möglich, über sie die Bildschärfe zu kontrollieren. Zahlreiche Kameras bieten einen Zoom oder auch eine Lupe an. Damit kann man in die Aufnahme hineinzoomen und den Fokus überprüfen. Sofern es die Situation zulässt, sollte man das Foto unmittelbar nach der Aufnahme überprüfen. Um die Schärfe auch wirklich beurteilen zu können ist es natürlich notwendig, dass man als Fotograf mit gutem Sehvermögen ausgestattet ist. Dem kann mit Kontaktlinsen und einer Brille nachgeholfen werden.

Manuelle Schärfe – Scharf wenn es die Augen zulassen

Wird die Schärfe manuell festgelegt so setzt dies auch voraus, dass der Fotograf mit gutem Sehvermögen ausgestattet ist. Einer regelmäßigen Augenkontrolle sollte man sich übrigens unterziehen, denn mögliche Fehlsichtigkeiten weiß unser Gehirn sehr gut auszugleichen ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Muss man eine Brille tragen, so empfinden diese viele Fotografen als hinderlich. Zahlreiche Kameras lassen aus diesem Grund einen Dioptrienausgleich an der Kamerazu.

Objektive – Die Augen der Kameras

Kamerabody und Objektiv sollten – nein müssen – eine Einheit bilden. Fotografiert man mit einer Kompaktkamera, so bekommt man vom Kamerahersteller eine Einheit an die Hand. So manch einer wird sich eventuell in der Vergangenheit gewundert haben, wie Preisunterschiede bei nahezu der gleichen Ausstattung zu erklären sind. Oftmals ein Grund dafür ist die verwendete Optik. Bei Kameras für Wechseloptik (kompakte System- und Spiegelreflexkamera) kann man aus einem breiten Angebot an Objektiven auswählen. Wie schon bei den Stativen hat auch bei den Objektiven Qualität ihren Preis. Man sollte nicht am falschen Ende sparen oder Kompromisse eingehen – darüber ärgert man sich im Nachhinein schneller als man denkt.

Autofokus gegebenenfalls ausschalten

Es gibt Situationen, wie beispielsweise in der Makrofotografie oder wenn die Lichtbedingungen schwierig sind, wo es durchaus ratsam ist, für mehr Schärfe den Autofokus auszuschalten und die Schärfe manuell festzulegen. Dies setzt natürlich auch entsprechendes Sehvermögen voraus. Wichtig ist – wird nicht auf unendlich fotografiert – den Schärfepunkt exakt zu bestimmen. Sehr hilfreich ist hier bei vielen aktuellen Kameramodellen, dass der Schärfepunkt über das Display per Fingerdruck festgelegt werden kann.

Schärfe durch Bildbearbeitung

Hat man bereits scharfe Aufnahmen so ist ein weiterer Schritt zu knackscharfen Aufnahmen die Bildbearbeitung. Profifotografen geben den Tipp, alle Fotos in Punkto Schärfe nachzubearbeiten. Kommt die Bildbearbeitung Photoshop zum Einsatz so kommt der Filter unscharf maskieren zum Einsatz.

info von: https://www.prophoto-online.de

URLAUBSFOTOS

Knips und Cash?

Die Königin kommt nach Hamburg, wie Paparazzi rangeln die Fotografen um die besten Plätze, um der „Queen Mary 2“ nah zu sein. Rafael Machalica lauert ihr am Rand des Afrika-Kais auf. Sein bescheidenes Ziel: „Ein richtig gutes Bild zu machen.“ Das gelingt, die Aufnahme zeigt das Schiff im Farbenregen eines Feuerwerks. Der damals 32-Jährige postet das Bild auf seiner Website. Es wird gelobt – und entdeckt. Später ziert es den Titel der GEO SPECIAL Hamburg-Ausgabe. Zum ersten Mal stammt das wichtigste Bild eines GEO-Magazins von einem Amateur. Dennoch gelingt Laien eher selten eine bemerkenswerte Veröffentlichung, wie etwa im Magazin „Der Spiegel“, das einen Artikel über das Fotografi everfahren „High Dynamic Range“ mit Amateurbildern illustrierte. Oder in GEO SAISON: Die Fotos der Island Titelgeschichte (Heft 8/2007) stammten von Lesern. Das sind Ausnahmefälle. Denn davon, dass ihr Bild den Titel etwa eines GEO-Magazins ziert, träumen sogar einige Profis.

Wir leben in einer Welt der Bilder. Websites, Zeitungen und Zeitschriften zeigen unzählige Fotos und bedienen sich dabei immer mehr auch der Arbeit von Amateuren. Das Fotoarchiv Corbis kooperiert mit Flickr, der weltgrößten Filesharing-Community. Und manche Boulevardzeitung beschäftigt so genannte „Leserreporter“. Wird eines ihrer Fotos in der Zeitung gedruckt, können sie mit einem Honorar von bis zu 500 Euro rechnen. Doch die meisten Bilder werden nur auf den Websites gezeigt. In solchen Fällen, so heißt es etwa bei bild.de, sind die Veröffentlichungen „honorarfrei“. 2012 gingen weltweit rund 140 Millionen Digitalkameras über den Ladentisch. Die Anzahl der damit produzierten Aufnahmen sprengt jede Vorstellung. Allein Flickr hat etwa 40 Millionen Mitglieder und rund vier Milliarden Bilder. Und das Angebot wächst ständig. Auf der Flickr-Website meldet ein Zähler, wie viele Fotos neu dazukommen: An einem beliebigen Wochentag sind es um die 5000 Uploads – in der Minute.

Auf die Frage, wie er die Chancen von Amateur-Fotografen einschätzt, ihre Fotos zu verkaufen, antwortet Klaus Plaumann vom Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive: „Wer gefragte Motive einfängt und Spaß an der Nachbearbeitung hat, kann mit einem geringen Honorar rechnen.“ Auf die Höhe will er sich nicht festlegen lassen, in der Regel sind es „ein paar Cent. Meist arbeitet der Amateur für Ruhm und Ehre.“ Es gibt kaum ein Ereignis, das nicht aus unzähligen Perspektiven festgehalten wurde: die Notlandung im Hudson, der Vulkan-Ausbruch auf Island, die nackten Promis am Strand von Mauritius. Nur mit solch spektakulären Aufnahmen lässt sich Geld verdienen. Für Schmuck- und Illustrationsbilder gibt es kaum ein Honorar. Zwar braucht die globale Medienwelt ständig Material, doch die Communities quellen nur so über von Bildern, und die meisten Hobby-Fotografen freuen sich über eine Veröffentlichung, auf ein Honorar haben sie es oft nicht abgesehen.

Lutz Fischmann von Freelens, dem Verband der Fotojournalisten, erklärt den Unterschied „zwischen einem guten Foto und einem guten Fotografen: Viele Amateure vernachlässigen ihre Sorgfaltspflicht und machen falsche Angaben.“ Oder sie denken nicht daran, die Rechte der Fotografi erten am eigenen Bild zu beachten. Solche Informationen sind unabdingbar, ohne sie kann selbst ein gutes Foto nicht publiziert werden. Und nicht immer kriegt man eine Königin vor die Linse.

info von: https://www.geo.de

EINFACHE TIPPS VON PROFI-FOTOGRAFIN

Strand

Sommer, Sonne, Urlaubszeit! Egal ob es an den Strand, in die Berge oder auf Fernreise geht, im Urlaub und auf Reisen ist die Kamera stets dabei. Wie ihr ganz einfach zu wundervollen Urlaubsfotos und einzigartigen Erinnerungen kommt, erzählt euch heute Kerstin, unsere Profi-Fotografin, die gerne ihre kinderleichten Tipps zum Fotografieren im Urlaub mit uns teilt.

Der Urlaub ist die schönste Zeit im Jahr und soll natürlich vor allem der Erholung dienen. Hier hat man Zeit, Ruhe und Muße und von alledem sehr viel. In erster Linie soll man die Eindrücke auf sich wirken lassen und genießen! Man hat aber auch die Zeit, diese in wundervollen Bildern für die Ewigkeit fest zu halten und sich dann im stressigen Alltag zurück auf die „Insel“ zu versetzen. Schaut man sich zu Hause die Aufnahmen z. B. in einem tollen Fotobuch an, kann man das Meer erneut rauschen hören oder die köstlich duftenden südländischen Pflanzen wieder riechen und vom nächsten Urlaub träumen.

Ob im Strandurlaub, auf Sightseeing Tour oder im Wanderurlaub, die Kamera darf einfach nicht fehlen.

HIER KOMMEN MEINE GANZ PERSÖNLICHEN TIPPS FÜR WUNDERSCHÖNE URLAUBSFOTOS:

  1. MEINE AUSRÜSTUNG ÜBERPRÜFEN – FUNKTIONIERT ALLES UND IST ALLES VORHANDEN?

    Bevor man in den Urlaub startet, sollte man seine Ausrüstung kontrollieren. Funktioniert alles? Habe ich genügend Speicherkarten und Akkus dabei? Brauche ich ein Stativ? Wenn alles ordentlich und sicher verpackt ist, kann der Urlaub kommen.

  2. AUF DIE RICHTIGE PERSPEKTIVE KOMMT ES AN!

    Andere Perspektiven schaffen neue Eindrücke! Schaue z.B. einmal auf dem Rücken liegend unter dem Sonnenschirm hervor, das gibt tolle Lichtreflexe. Für Fotos, die Kinder im Wasser zeigen, darf man sich auch gerne einmal bäuchlings in den Sand legen. Auch bei Landschaftsaufnahmen darf man gerne mit der Perspektive spielen. Vielleicht wirkt es toll einen Hügel vor der Landschaft zu haben, das verleiht Tiefe im Bild wovon Deine Urlaubsfotos profitieren.

    shif

  3. GRUNDREGELN BEACHTEN: DIE DRITTELREGEL

    Teile dein Bild gedanklich in 9 Bereiche ein (im Bild weiß gefärbt). Dies entspricht der Drittelregel und lässt Fotos interessanter wirken. Das Hauptmotiv wird nun wenn möglich auf die Trennlinie positioniert. Wenn Du beispielsweise einen Sonnenuntergang am Strand fotografierst, wäre der Horizont auf der unteren Querlinie Deines Urlaubsfotos am Besten positioniert..

  4. EINFACHE MOTIVE BESONDERS INSZENIEREN

    Schön sind natürlich Aufnahmen, in denen sich der Himmel oder das Motiv im Wasser spiegelt. Durch die Wolkenbewegung erreicht man auch eine tolle Tiefe im Bild. Wenn Du also die Möglichkeit hast, suche nach Motiven mit einer Spiegelung. Wasser aber auch Fenster bzw. Schaufensterscheiben bieten sich hier an.

    Sonnenuntergänge werden später auf dem Foto noch interessanter, wenn nicht nur das Meer und die Sonne auf dem Bild zu sehen ist. Sanddünen, einige Grashalme, ein (altes) Boot, ein Steg, ein ortstypisches Gebäude oder etwas in dieser Art machen das Motiv später zu deinem einzigartigen Foto.Einen schönen Rahmen für´s Bild erhält man, indem man z.B. Mauerzinnen, herunterhängende Äste, Baumstämme oder ähnliches für sich nutzt, wenn sie auch eigentlich im Weg sind.Der Urlaub ist die beste Gelegenheit, sich an Makroaufnahmen heranzuwagen. Landestypische Pflanzen, Gewürze oder auch Steine, Muscheln, Früchte, Glasvasen, Souvenirs oder Ähnliches bieten in Nahaufnahme unglaublich interessante Motive für Urlaubsfotos und machen sich später im Fotobuch wunderbar als Hintergrund oder Teil einer Seite.

  5. SCHNAPPSCHÜSSE SCHÄTZEN LERNEN

    Auf keinen Fall sollte man bei den ganzen geplanten Aufnahmen vor allem im Urlaub nicht gänzlich auf Schnappschüsse verzichten. Sie fangen den Moment ein und bringen oftmals auch perfekte Bilder hervor. Wenn man diese Tricks hier öfter übt, kann man sie sich auch bei den spontanen Bildern zu Nutze machen und perfekte Schnappschüsse knipsen.

Wenn das ganze Jahr über Urlaub wäre, wäre das Vergnügen so langweilig wie die Arbeit.
(William Shakespeare)

In diesem Sinne wünsche ich einen erholsamen und spannenden Urlaub und natürlich tolle Urlaubsfotos.

INFO VON: https://www.fotokasten.de

Tipps für schöne Urlaubsfotos

Familientag am Strand, Ausflug ins Museum, Grillparty mit Freunden: Die beste Zeit des Jahres wollen viele mit dem Fotoapparat festhalten. Wie die Aufnahmen leicht gelingen.

Gute Bilder gelingen, wenn man die Perspektive wechselt. Foto: dpa

Unscharf, verwackelt, überbelichtet: Eigentlich sollen Urlaubsfotos die schönste Zeit des Jahres festhalten. Doch beim Knipsen kann schnell mal etwas schiefgehen. Wie jeder im Urlaub ganz leicht schöne Bilder machen kann, erklärt der Kölner Fotograf Kai Funck. So können Sie sich dank gelungener Fotos noch lange an den Familientag am Strand, den Ausflug ins Museum und die Grillparty mit Freunden erinnern.

1. Damit die Bilder die beste Qualität haben: Eine hohe Auflösung und eine niedrige Komprimierung einstellen.

2. Ersatzspeicherkarten kaufen! Die gehen schneller kaputt, als man denkt und sind mittlerweile sehr günstig.

3. Die Fotos von den Speicherkarten regelmäßig auf einem USB-Stick sichern. So verlieren Sie die Bilder nicht, falls die Kamera geklaut wird.

4. Beim Fotografieren auf dem Display kontrollieren, ob die Belichtungstimmt. Eventuell mit der Taste +/- gegensteuern. Bei zu hellen Bildern kann man auch mit Photoshop nichts mehr retten.

5. Möglichst ohne den eingebauten Blitz fotografieren, wenn es nicht zu dunkel ist. Bei praller Sonne dagegen den Blitz einschalten – der hellt die Schatten auf.

6. Falls noch Platz in der Reisetasche ist, hilft abends oder in einer dunklen Kirche ein kleines Tischstativ, damit das Bild nicht verwackelt. Ansonsten die Kamera auf etwas Festes stellen (Parkbank, Mäuerchen etc.), Zeitauslöser einstellen, antippen und loslassen.

7. Das Bild ist spannender, wenn ich das Objekt nicht immer genau in der Mitte habe. Deshalb: Erst fokussieren, den Finger leicht angedrückt auf dem Auslöser lassen, Bildausschnitt wählen, dann durchdrücken. So bleibt die Schärfe an der gemessenen Stelle.

8. Bildrauschen vermeiden: Die Empfindlichkeit (ISO) möglichst selbst einstellen (nicht auf Automatik) und möglichst niedrig.

9. Porträts: Immer auf den Hintergrund achten! Sonst wächst der Baum genau aus dem Kopf. Den Fotografierten auch nicht vor eine Wand stellen, sondern möglichst viel Abstand zum Hintergrund suchen.

10. Neue Perspektiven: Die Kamera einfach mal hoch über die Köpfe halten oder neben das Knie.

INFO VON: http://www.fr.de

Naturfotografie

alpen

Den richtigen Einstieg in die Naturfotografie zu finden, kann durchaus komplex sein. Von der Makrofotografie über die Landschaftsfotografie bis hin zur Tierfotografie hat jedes Gebiet in der Naturfotografie seine eigenen Besonderheiten. Es gibt jedoch ein paar grundlegende Tipps für die Naturfotografie, mit denen du für nahezu alle Disziplinen gewappnet bist.

Tipp #1 Nature first!

Die Natur steht immer an erster Stelle: Vermeide Störungen jeglicher Art. Setze Tiere nicht unter Druck (wenn ein Tier vor dir flieht, bist du zu weit gegangen). Vermeide es, ein Foto um jeden Preis zu schießen und entscheide dich im Zweifelsfall für den Artenschutz.

Verlasse in Naturschutzgebieten nicht die Wege. Pass auf, worauf du trittst. Verursache keine Schäden. Hinterlasse keinen Müll. Entferne möglichst nichts aus der Natur (außer du findest Müll ;-)). Ich denke die Liste der möglichen Vergehen lässt sich endlos fortsetzen und du weißt, worauf ich hinaus will. Verhalte dich so in der Natur, wie du es auch von anderen erwarten würdest.

Denn auch wie für Spaziergänger, Hundebesitzer, Angler, Mountainbiker, Ornithologen oder andere Interessensgruppen, die sich gerne in der Natur aufhalten, gilt auch für dich: Respektiere die Natur! Du hast als Fotograf in der Natur keinerlei Sonderrechte. Du bist nur ein weiterer Teil einer gewissen Interessensgruppe, die in den Naturraum vordringt und Störungen verusachen kann.

Wenn du dies verinnerlichst, hast du den ersten Schritt zu einem erfolgreichen Naturfotografen schon gemacht 🙂

Tipp #2 Habe Geduld und keine großen Erwartungen

Im Internet begegnet man ständig großartigen Naturaufnahmen. Das regt viele Menschen dazu an selbst solche Fotos schießen zu wollen und weckt auch Erwartungen. Aber bereits nach wenigen Wochen oder Monaten macht sich Enttäuschung breit: Denn die Bilder werden einfach nicht so großartig wie jene, die man ständig im Netz sieht.

Das Hauptproblem bei der Naturfotografie: Wir sind in der Natur und nicht im Fotostudio. Während du im Studio die Situation (Licht, Posing, Bildgestaltung usw) in Ruhe kontrollieren kannst, findest du in der Natur ständig wechselnde Bedingungen vor.

Die Lichtbedingungen sind nicht optimal, der Vogel sitzt nicht da wo er soll und wenn er sich denn überhaupt mal zeigt, geht alles viel zu schnell. Diese Bedingungen einigermaßen zu kontrollieren erfordert viele Jahre an Erfahrung.

Schraube also deine Erwartungen an dich und deine Fotos herunter und bringe viel Geduld mit für dieses Hobby.

Tipp #3 Genieße den Prozess

Gehe mit einer Entdecker-Attitüde nach draußen. Erfreue dich an tollen Momenten in der Natur und halte diese mit der Kamera fest. Deine Fotos werden nicht von Anfang an Meisterwerke sein, aber sie werden über die Zeit merkbar besser werden. Finde deine Begeisterung für die Natur, probiere dich aus und gehe mit der Kamera auf die „Jagd“ um besondere Momente festzhalten.

Und selbst wenn du einmal von einer Fotopirsch zurück kommst und kein einziges Foto geschossen hast (und glaube mir, das wird dir als Naturfotograf passieren 😉 ), sei nicht enttäuscht. Du warst draußen und das ist die Hauptsache.

Tipp #4 Studiere Verhalten und Eigenheiten von Tieren

Das Verhalten von Tieren zu kennen kann ein entscheidender Vorteil in der Naturfotografie sein. Sei es das mangelnde Sehvermögen von Feldhasen, die Kommunikation unter Gänsen vor einem Start oder das Auftauchen von Rehen zu einer bestimmten Tages- oder Jahreszeit an einem bestimmten Ort. Dieses Wissen kann dazu führen, dass du Situationen vorausahnen und damit zu deinem Vorteil nutzen kannst.

Fange am besten mit einer Tierart an, die du gerne einmal fotografieren möchtest und die du ohne großen Aufwand relativ häufig beobachten kannst. Lies in unterschiedlichen Quellen möglichst viel über Verhalten, Lebensräume usw. nach und gehe vor allem raus und beobachte die Art in der Natur.

Alternativ kannst du auch damit beginnen, ein bestimmtes Verhalten von Tieren zu fotografieren. Ein recht wirkungsvolles Einstiegsthema ist dabei die Fotografie von Vögeln im Flug.

Tipp #5 Kenne den besten Naturfotospot der Welt

Torres del Paine, Glacier, Yosemite – es gibt zahrleiche Hotspots auf dieser Welt, an denen sich die Naturfotografen die Klinke in die Hand geben. Aber ein Fotospot ist allen anderen überlegen: Die Natur vor deiner Haustüre.

Hier hast du die Möglichkeit durch ständige Beobachtungen zum Experten zu werden und dir außergewöhnliche Motive zu erarbeiten. Durch die kurzen Anreisewege kannst du ohne großen Schlafverzicht bereits früh am Morgen am Ort des Geschehens sein um bspw. Rehe zu fotografieren. Oder auf sich ändernde Wetterbedingungen schnell reagieren und die Kamera am geeigneten Platz für eine grandiose Landschaftsaufnahme platzieren.

Wenn du das Gebiet vor deiner Haustüre ständig erkundest, weißt auch welche Tierarten du in welchen Gebieten zu welchen Jahreszeiten antreffen kannst um diese später zu geeigneten Bedingungen zu fotografieren.

Tipp #6 Beherrsche deine Technik

In manchen Situationen muss alles ganz schnell gehen: Das Objekt der Begierde erscheint urplötzlich vor der Kamera oder das Licht für deine Landschaftsaufnahme ist überragend – Sekunden später kann schon alles vorbei sein.

Wenn du vorher nicht genügend Zeit hattest, deine Kamera auf die nun vorherschenden Verhältnisse einzustellen, musst du jetzt schnell handeln: Stimmt meine Blendenöffnung? Habe ich die richtige Belichtungszeit eingestellt? ISO? Muss ich mit einer Unterbelichtung arbeiten? Passt mein Autofokus-Modus?

Viele Variablen bestimmen ein technisch gutes Bild. Lerne die Bedienung und Möglichkeiten deiner Kamera auswendig. Lerne auch die Zusammenhänge der einzelnen Komponenten, etwa von Blende, ISO und Belichtung.

Lies dazu im ersten Schritt gründlich die Bedienungsanleitung deiner Kamera und erkunde dann die unterschiedlichen Möglichkeiten in der Praxis aus. Nur so wirst du die Zusammenhänge auch verinnerlichen.

Und glaube mir, auch mit jahrelanger Erfahrung kann es immer noch passieren, dass man die eine oder andere Aufnahme im Eifer des Gefechts versaut 🙂

Tipp #7 Raus jetzt!

Kein Buch, keine Webseite, kein Blogartikel, kein Fotokurs, kein Naturfotografie-Tipp dieser Welt kann dir die Erfahrungen beibringen, die du als Naturfotograf vor der Haustüre machst. Gehe raus, beobachte das Verhalten der Tiere, erkunde deine Umgebung, achte darauf wie das Licht sich im Laufe des Tages verändert, betätige den Auslöser und erfreue dich an den Erlebnissen (auch wenn die Ergebnisse mal wieder enttäuschend waren). So wirst du mit der Zeit automatisch zum besseren (Natur)Fotografen.

INFO VON: http://raus.jetzt/7-grundlagen-tipps-fuer-naturfotografie

Scharfe Fotos

Scharfe Fotos schießen

Unschärfe ist als Gestaltungselement schön und wichtig, aber was ist los, wenn du dein Motiv richtig knackig scharf fotografieren möchtest und es will einfach nicht gelingen? Hier findest du mögliche Ursachen für ungewollte Unschärfe und 6 einfache Tipps, wie du richtig scharfe Fotos schießen kannst.

Natur

Ursachen für unscharfe Fotos

Hier findest du eine Auflistung möglicher Ursachen für unscharfe Fotos.

Bewegung der Kamera – verwackelte Fotos

Kein Fotograf kann seine Kamera mit den Händen 100% bewegungsfrei halten. Du bewegst dich immer minimal und in den meisten, hellen Situationen ist das auch kein Problem, weil du mit sehr kurzer Belichtungszeit fotografieren kannst. Manchmal aber werden deine Fotos wegen deiner Bewegung unscharf.

In einem anderen Artikel schreibe ich im Detail über verwackelte Fotos und wie du sie vermeidest.

Bewegung des Motivs – Bewegungsunschärfe

Dein Motiv ist entweder unbeweglich oder beweglich. Bei unbeweglichen Motiven musst du dir keinen Kopf wegen der Schärfe machen, sobald aber Bewegung ins Spiel kommt, musst du aufpassen. Diese Bewegung könnte der Grund sein, warum deine Fotos unscharf werden.

Fokus – falsch fokussiert

Ein recht offensichtlicher Grund für unscharfe Fotos ist ein falsch gesetzter Fokus. Viele Anfänger machen den Fehler, den Fokus schlampig zu setzen oder sich zu sehr auf die Automatik zu verlassen. Das Ergebnis ist ein Foto, bei dem der wesentliche Punkt im Motiv leicht unscharf ist.

Tiefenschärfe – falsche Blendeneinstellung

Stark in Zusammenhang mit dem vorigen Punkt – Fokus – hat auch das Thema Tiefenschärfe Einfluss auf die Schärfe oder Unschärfe deines Fotos. Du hast aus deiner Sicht alles richtig gemacht und auch den Fokus sauber gesetzt – trotzdem ist dein Motiv fast gänzlich unscharf? Es könnte an deiner Blendeneinstellung liegen.

Tipps für superscharfe Fotos

Zu wissen, was der Grund für ein unbefriedigendes Ergebnis war, ist eine gute Sache, doch wirklich nützlich sind Tipps, wie du so etwas in Zukunft vermeidest. Daher findest du hier die komplette Liste mit 6 Tipps zur Vermeidung unscharfer Fotos.

Tipp 1: Kamera richtig halten oder Stativ verwenden

Um ein verwackeltes Foto zu vermeiden, musst du deine Kamera richtig fest halten. Mit einer Kompaktkamera einhändig herumwedeln mag bei knallender Mittagssonne klappen, bei etwas dunkleren Lichtverhältnis ist das ein Rezept für verwackelte Fotos. Abgesehen davon, dass es ziemlich amateurhaft aussieht…

Richtig fest bedeutet, Kamera mit beiden Händen direkt ans Gesicht halten und durch den optischen Sucher sehen. Achte darauf, dass du sicher und fest stehst. Dabei kann es helfen, etwas breitbeiniger als normal zu stehen.

Wenn du mit dem Display fotografieren möchtest oder deine Kamera gar keinen optischen Sucher hat, lege die Kamera auf eine stabile Unterlage, stütze zumindest deine Arme ab oder verwende ein Stativ, um verwackelte Fotos zu vermeiden. Eine feste Unterlage oder ein Stativ sind ab einer Belichtungszeit von länger als ca. 1/50 (zB. in dunkler Umgebung) Sekunde ohnehin Pflicht, es sei denn du verwendest zusätzlich einen Blitz.

Eine sehr stabile Haltung oder ein Stativ kann auch bei sehr langen Brennweiten (Teleobjektiv) nötig werden, da die Verwackelungsgefahr mit einer längeren Brennweite zunimmt. Umgekehrt kannst du dieses Wissen nutzen, um die Gefahr eines verwackelten Fotos durch die Verwendung eines Weitwinkels zu minimieren.

Neben der stabilen Haltung deiner Kamera, kannst du Bewegungen der Kamera auch mit einer sehr kurzen Belichtungszeit ausgleichen. Versuche einmal an einem hellen Tag mit sehr kurzer Belichtungszeit absichtlich ein verwackeltes Foto zu schießen. Das ist fast unmöglich.

Tipp 2: Kürzere Belichtungszeit bei beweglichem Motiv

Bei einem beweglichen Motiv ist es für die Schärfe deines Fotos wichtig, dass du eine kurze Belichtungszeit wählst. Das ist auch schon das einzige Mittel, was in dem Fall hilft. Nur so kannst du diese Bewegung vollständig einfrieren und dein Motiv scharf abbilden.

Es gibt dafür kein Patentrezept mit Zahlen für deine Kamerasettings, da die beweglichen Motive sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten haben. Als unterste Grenze für leicht bewegte Motive ist 1/100 Sekunde ein Richtwert. Probiere verschiedene Belichtungszeiten aus und überprüfe das Ergebnis am Display deiner Digitalkamera (unbedingt ganz reinzoomen, denn in der Normalansicht wirkt fast jedes Foto gestochen scharf!). So findest du heraus, ab welcher Belichtungszeit das Foto scharf wird.

Tipp 3: Richtig fokussieren

Viele Kameras bieten intelligente Autofokus-Systeme, welche automatisch den Bereich im Bild erkennen, der scharf gestellt werden soll. Das funktioniert meistens auch ganz gut, nur leider nicht immer. Vor allem bei einer Spiegelreflexkamera solltest du dem Autofokus nur das Scharfstellen an sich überlassen, die Auswahl worauf scharf gestellt wird, sollte ein guter Fotograf selbst treffen.

Je nach Kameramodell kannst du mehrere Autofokusfelder gleichzeitig oder einzeln aktivieren. Du siehst die aktiven Felder im Sucher deiner DSLR und zielst damit auf den Teil deines Motivs, den du scharf abbilden möchtest. Ich aktiviere immer nur ein Autofokusfeld, denn so kann ich den Fokus präzise an die richtige Stelle im Bild setzen.

Worauf scharf stellen?

Bei Menschen und Tieren ist diese Frage ziemlich eindeutig zu beantworten: Auf die Augen. Und hier noch genauer: Auf das Auge, welches der Kamera am nächsten ist, anders herum wirkt das sehr eigenartig. Probiere es ruhig aus 🙂

Bei Gegenständen verhält es sich meist ähnlich wie mit den Augen – am besten stellst du auf den Punkt am Motiv scharf, der dir am nächsten ist. Hier ist es aber nicht ganz so eindeutig. Eine Ausnahme wäre zum Beispiel, wenn du im Makrobereich fotografierst und der nächste Teil des Motivs sehr nahe an der Kamera ist. In dem Fall kann der nächste Teil im Vordergrund ruhig unscharf sein und die Mitte des Motivs wird scharf abgebildet.

Blümen

Eine schimmelige Zitrone auf einer Schale. Das Foto wurde mit einer offenen Blende aufgenommen, daher ist die Schale hinten total unscharf und im Vordergrund ist sie auch etwas verschwommen. Völlig ok.

Tipp 4: Die ideale Blende für dein Motiv

Je nach Größe und Position vom Motiv, brauchst du unterschiedliche Blenden Einstellungen. Die Blende verändert mit der Größe der Öffnung nicht nur die Lichtmenge, sondern auch die Tiefenschärfe. Das bedeutet, dass vom Punkt, auf den du scharf gestellt hast, nur ein bestimmter Bereich von diesem Punkt zur Kamera (1/3) und von diesem Punkt von der Kamera weg (2/3) wirklich scharf abgebildet wird. Der Rest verschwindet je nach Blende in Unschärfe.

Um dein Motiv durchgehend scharf abzubilden, musst du daher die Blende so einstellen, dass der scharfe Bereich groß genug ist.

Typisches Beispiel: bei einem Portrait sind die Augen wie gewünscht scharf, aber Nasenspitze, Ohren und die Haare sind ganz verschwommen. Eine weiter geschlossene Blende (=höhere Blendenzahl) schafft Abhilfe.

Tipp: Warum Blenden Einstellung manuell kontrollieren?

Himmel

Im Artikel „Fotografieren im manuellen Modus“ erläutere ich die Gründe im Detail. Es gibt einfach Situationen, in denen du die volle Kontrolle über die Einstellungen deiner Digitalkamera brauchst, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten

Tipp 5: Zusammenpassende Belichtungszeit und Brennweite

Die Brennweite bietet eine simple Abhilfe, wenn es um die Vermeidung von unscharfen Fotos geht.

Tipp 6: Ausnahmesituation: Durch Glas fotografieren

Eine Ausnahme ist das Fotografieren durch Glas – beispielsweise bei einem Aquarium. Fotos, die du durch Glas schießt, werden oft seltsam verzerrt aufgenommen. Das liegt daran, dass das Licht beim durchwandern vom Wasser durch das Glas an die Luft bis zu deiner Kameralinse gebrochen wird (Beim Ein- und Austritt des Glases). Dabei ändert sich die Richtung des Lichts geringfügig und erzeugt diese seltsamen Verzerrungen und Farbfehler.

INFO von : www.besserfotografieren.com

Kreative Urlaubsbilder

Ob Urlaub unter Palmen oder der typische Städte-Trip: Das Fotografieren im Urlaub bringt einige Tücken mit sich. Wir geben Ihnen 13 Tipps für Urlaubsbilder mit absoluter Fernweh-Garantie

segelbot

Fahren Sie auch bald in den Urlaub? Wie herrlich die Gedanken an ausgiebige Entspannung, beruhigendes Meeresrauschen, wärmende Sonnenstrahlen, kulinarische Genüssen, architektonische Meisterwerken und dem einfachen Nichtstun doch sind. Das Fotografenherz verbindet Entspannung vor allem aber auch mit der intensiven Jagd nach neuen und schönen Motiven. Aber was tun wir, wenn es regnet? Oder wenn beliebte Anlaufstellen völlig überfüllt sind und uns von der ständigen Reizüberflutung die Ideen ausgehen? Am besten erweitern wir unseren Blick, gestalten unsere Bilder neuund passen uns den Gegebenheiten an. Damit Ihre nächste Reise auch fotografisch gesehen ein voller Erfolg wird, hat unsere Redakteurin einige hilfreiche Tipps für Sie parat – selbst erprobt auf ihren Reisen durch Südeuropa.

 1.    Datensicherung im Urlaub: auf Nr. Sicher gehen

Man mag es kaum glauben, aber unserem Autor Radomir Jakubowski ist passiert, wovor es den meisten Fotografen grault: Am Ende seiner Fotoreise brach jemand in den Mietwagen ein und stahl Kamera samt Equipment und Datensicherungsträgern. Was lernen wir daraus? Dass wir unsere Daten regelmäßig sichern und gut darüber nachdenken sollten, wo wir diese aufbewahren.

Haben Sie am besten mehrere Speicherkarten mit eher kleinen Speichermengen dabei und wechseln Sie diese lieber einmal mehr als zu wenig. Markieren Sie sich die vollen Speicherkarten beim Wechsel, so geraten Sie nicht durcheinander. Als oberstes Gebot gilt: Speicherkarten, externe Festplatten & Co. sind getrennt vom übrigen Equipment aufzubewahren. Denn eine Kamera kann man nachkaufen – die gemachten Bilder leider nicht. Und wer auf Nr. Sicher gehen will, der speichert seine Daten bequem von überall aus bei einem Cloud-Dienst.

2.    Koffer packen leicht gemacht: weniger ist mehr

Nachdem Sie nun wissen, was es in Punkto Datensicherung zu beachten gibt, geben wir Ihnen nun einen wirklich guten Rat mit auf den Weg: weniger ist mehr. Ansonsten schleppen Sie sich unnötig ab, obwohl Sie sich doch eigentlich entspannen sollen. Machen Sie sich also am besten schon beim Kofferpacken direkt Gedanken darüber, welche Bilder Sie im Urlaub machen wollen. Unbedingt empfehlenswert ist in jedem Fall folgendes Zubehör:

  • ausreichend Speicherkarten
  • ein kleines Stativ
  • zwei oder drei Ersatzakkus
  • Filter, je nach Vorliebe: Polarisationsfilter, Graufilter, Neutraldichtefilter
  • ggf. einen Fern- oder Kabelauslöser

meer

Der Strand von Scheveningen erinnert mit seinem Riesenrad gerne mal an den Santa Monica Pier in Los Angeles. Wie praktisch, dass wir zum Strand von Den Haag nicht so lange fahren bzw. fliegen müssen!

 3.    Die Morgensonne fotografieren: der frühe Vogel fängt den Wurm

Endlich Urlaub! Endlich ausschlafen! Moment! Für Fotografen weht unter Umständen ein ganz anderer Wind, denn wer Aufnahmen vom Sonnenaufgang oder gar bestimmten Hotspots ohne Menschenmassen, dafür aber mit einer ganz besonders atmosphärischen Lichtstimmung machen möchte, der sollte besser früher aufstehen.

Stellen Sie sich bloß vor, Sie hätten den Strand, die Metropole oder beliebte Anlaufstellen in der Natur ganz für sich alleine. Die Möglichkeiten, die sich Ihnen fotografisch bieten, sehen in den frühen Morgenstunden ganz anders aus als tagsüber. Denn Sie müssen sich all diese beliebten Plätze nicht mit dem Touristen-Pulk teilen und haben Zeit und Raum, um exklusivere Aufnahmen einzufangen. Und ganz nebenbei erleben Sie Ihren Urlaubsort auch auf eine ganz besondere Art und Weise, denn nicht jeder ist gewillt, im Urlaub früh aufzustehen.

Und ganz nebenbei erleben Sie so den Zauber der Goldenen Stunde: Denn das warme Licht der Morgensonne ist besonders harmonisch. Es eignet sich neben stimmungsvollen Panoramen auch sehr gut für Portraits.

Lassen Sie die Umgebung auf sich wirken, statt diese ununterbrochen durch den Sucher zu betrachten.

 3.    Sehenswürdigkeiten fotografieren: neue Blickwinkel suchen

Natur

Etwa 80 Meter muss man überwinden, um über die Dächer von Florenz und auf Brunelleschis Kuppel schauen zu können. Ein Meisterwerk der Renaissance, dessen Bau rund 16 Jahre dauerte. Atemberaubend schön, diese Stadt!

Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich gerne den lieben langen Tag Sehenswürdigkeiten anschauen? Die Florentinische Kathedrale, die Londoner Tower Bridge oder der Kölner Dom sind beispielsweise reine Tourie-Magneten. Viele Touristen machen unzählige Bilder und oft haben wir ebendiese auch in unseren Köpfen. Und wollen Sie die gleichen Bilder mit nach Hause bringen wie alle anderen? Wohl eher kaum. Deswegen rate ich Ihnen, nicht direkt drauflos zu knipsen und die typischen Reiseführer- und Google-Bilder aus Ihrem Kopf zu verbannen! Lassen Sie die Umgebung auf sich wirken, statt diese ununterbrochen durch den Sucher zu betrachten. Frei nach dem Motto “Mittendrin, statt nur dabei”.

Natur baern

Erfassen Sie also den Ort mit all Ihren Sinnen, denn wir sind umgeben von gänzlich neuen Eindrücken. Spannende Gerüche, Geschmäcker und Geräusche überfluten uns an neuen, großen Orten wie London, Sevilla oder Florenz. In letztgenannter Stadt begegnet uns dieses wunderbare Stadtbild. An jeder Ecke lockt Eis, für das sich das Niederknien lohnt. Wir kommen in den Genuss von Pizza, wie sie nicht mal der berühmte Dr. Oetker zaubern könnte. Und dann der muffige Geruch des Ponte Vecchios und natürlich eine fremde Sprache und kulturelle Eigenheiten, die uns von allen Seiten umgeben. All diese Beispiele sind Eindrücke, die geradezu auf uns einprasseln, wenn wir neue Orte entdecken – wir müssen sie nur bewusst wahrnehmen.

Ein gutes Bild spiegelt all das wider und lässt die Erinnerung daran auch Jahre später wieder aufleben. Ist es außerdem nicht Sinn und Zweck des Urlaubs, selbigen mit all seinen Facetten wahrzunehmen, statt lediglich durch den Kamerasucher?

4.    Einheimische fotografieren: die Seele fremder Länder einfangen

eis

Dieses Foto entstand bei einem Ausflug zu den Grotten der portugiesischen Steilküsten: Der Skipper legte ein kleines Nickerchen zur Erholung ein … War auch echt anstrengend!

© Anne Schellhase

Sie sind normalerweise nicht so der People-Fotograf? Das macht nichts, denn wichtig beim Fotografieren Einheimischer ist nicht, preisverdächtige Portraits zu schießen und wildfremde Menschen anzusprechen. Vielmehr geht es darum, dass Sie Ihr ganz persönliches Städte-Portrait mit nach Hause nehmen.

Neben spektakulären Sehenswürdigkeiten gehören hierzu auch landestypische Events wie Flohmärkte und Feste, vor allem aber die Menschen, die unseren Urlaub zu einem unvergesslichen Abenteuer machen: die Flamenco-Tänzerin auf der Straße, die Eisverkäuferin in der Gelateria, der Skipper auf dem Ausflugsboot. Fragen Sie die Menschen, die Ihnen begegnen, ob Sie ein Foto von Ihnen zur Erinnerung machen dürfen – Die wenigstens werden Ihnen diese kleine Bitte abschlagen, ganz im Gegenteil.

Es sind doch meist die Einheimischen, die ein sehr realistisches Bild ihres Landes widerspiegeln. Mit der Frage nach einem Erinnerungsbild bringen Sie den Menschen dort Wertschätzung für das entgegen, wofür sie stehen. Gleichzeitig schaffen Sie es, die Normalität und Kultur Ihres Urlaubsziels festzuhalten.

Wenn es darum geht Größenverhältnisse darzustellen, empfiehlt es sich auf Abstand zu gehen und sich Objekte zu suchen, die den Größenunterschied ganz klar hervorheben.

5. Der rote Faden: Erzählen Sie eine Geschichte

Zugegeben: Natürlich können Sie einen ganzen Haufen Einzelbildererstellen. Sie können aber auch mehrere Bildserien anfertigen und Ihre ganz persönliche Reisegeschichte erzählen. Hierfür sollten Sie sich einen roten Faden überlegen.

So könnten Sie zum Beispiel Ihren Besuch am Hafen verschiedenen Unterthemen zuordnen: Super geeignet sind hier Schiffe, Fischernetze, Kapitäne, Brücken oder auch Stege. Nun suchen Sie ganz gezielt nach allem, was diesen Themen zuzuordnen ist. Sie haben ein paar tolle Motive gefunden? Dann können Sie nun starten: Machen Sie mehrere Aufnahmen. Dabei sollte immer wieder mal die Perspektive geändert werden. Legen Sie sich auf den Bauch, gehen Sie nah ran oder stellen Sie sich auf einen Stuhl.

urlaub

Wer an der Küste oder am Strand Urlaub macht und einen Hafen in der Nähe hat, konzentriert sich meist auf die vielen Fischerboote, große Fähren etc. Achten Sie zur Abwechslung mal auf die kleinen Details

© Anne Schellhase

6.    Das richtige Motiv: nah dran und doch lieber weit weg?

Bei diesem Tipp soll es nicht darum gehen, Ihnen zu raten, mit offenen Augen durch die Welt zu laufen. Wir wollen Sie viel mehr dazu ermutigen, dass Sie sich – je nach Motiv – näher an dieses heranwagen. Denn meistens ist es doch so, dass die Umgebung sehr von unserem Hauptmotiv ablenkt: zu viel Grün, zu viel Stadt, zu viel Wasser, zu viel Himmel, zu viel von allem anderen. Viel zu viele Bildinformationen also – und was ist mit den Details? Überlegen Sie sich, was Sie konkret zeigen wollen. Denn genau das will auch der Betrachter sehen und nicht die 20 Häuser drumherum.

Fotografieren im Urlaub: nah dran vs. weit weg

Sie sind fasziniert von den schönen Eingangstüren in Lissabon? Dann fotografieren Sie diese und nicht den gesamten Straßenzug samt parkender Autos. Sie sind fasziniert vom Geschmack der Orangen, die sie morgens in Südspanien selbst pflücken? Dann gehen Sie ganz nah ran. Wir wollen sehen, was daran so delikat war. Aber Achtung: Wenn es darum geht Größenverhältnisse darzustellen, empfiehlt es sich auf Abstand zu gehen und sich Objekte zu suchen, die den Größenunterschied ganz klar hervorheben.

7.    Bei Regen fotografieren: Singing in the Raiy

 

Ein Strand braucht nicht unbedingt immer strahlenden Sonnenschein, um als schönes Fotomotiv herzuhalten. Auch bei nassen und grauen Bedingungen macht dieser Strandweg in Domburg/Niederlande eine super Figur

© Bald&Bearded Photography

Sie haben Pech mit dem Wetter? Grämen Sie sich nicht! Machen Sie doch einfach das Beste daraus, denn ein bedeckter Himmel spendet weiches Licht und ist das beste Mittel gegen harte Schatten. Darüber hinaus können Sie sich die Nässe zu eigen machen und als Gestaltungselement nutzen: Ob Spiegelungen, Regentropfen oder Regenbögen, auch nasse Bedingungen haben ihren ganz besonderen Reiz. Haben Sie für den Fall der Fälle am besten immer eine Duschhaube parat, diese können Sie im Handumdrehen zum Regenschutz für Ihre Kamera umfunktionieren. Und falls die Welt vor lauter Regen unterzugehen droht, können Sie sich immer noch nach drinnen verziehen!

8.    Innenräume fotografieren: keine falsche Scheu

Apropos! Viele meinen, man sollte sich bei gutem Wetter unbedingt mit seiner Kamera draußen aufhalten. Doch strahlender Sonnenschein bringt, wie zuvor erwähnt, hohe Kontraste und extreme Schatten mit sich. Schauen Sie sich also auch mal in den Innenräumen beliebter Sehenswürdigkeiten um.

Strand

 

Typisch London! Man wird mit nass-grauem Wetter begrüßt. Was tun? Man sucht Schutz im Inneren und entdeckt dabei so wunderschöne Telefonzellen wie dieses Exemplar in Mayfair

© Bald&Bearded Photography

Aufnahmen gelingen dort tagsüber super, denn Sie können mit Available Light arbeiten. Dort ist es schön hell und Sie können das Licht prima kontrollieren, da es schön ausgewogen ist. Denken Sie jedoch daran, ein Stativ mitzunehmen, denn Sie werden sehr wahrscheinlich mit längeren Belichtungszeiten arbeiten müssen.

9.    Aktive Bildgestaltung: Linienführung, Goldener Schnitt & Co.

Ihren Bildern fehlt der letzte Schliff? Setzen Sie sich mit den Grundregeln der Bildgestaltung auseinander, zumindest ein wenig. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die Sie beachten und ohne großen Aufwand umsetzen können, sodass aus einer bloßen Aufnahme ein besonders schönes Bild wird. Achten Sie also auf folgende Dinge, wenn Sie durch Ihren Kamerasucher blicken:

  • Welches Format passt am besten zu Ihrer Aufnahme?
  • Welche Perspektive macht Ihr Bild besonders interessant?
  • Was ist Ihr Hauptmotiv und welcher Bildausschnitt bringt es am besten zur Geltung?
  • Macht Ihre gewählte Linien- und Flächenführung Sinn?
  • Gibt es Kontraste, mit denen Sie arbeiten können?
  • Der „Goldene Schnitt“ und die „Drittel-Regel“: Welchen Kompositionsstil mögen Sie am liebsten, wählen ihn gar intuitiv?
  • Mut zur Lücke: Probieren Sie öfter mal etwas Neues aus! Sind Sie experimentierfreudig?

Wenn der erste Tag mit dem Beobachten des Sonnenuntergangs endet, ist der Urlaub bereits gelungen.

10.    In der Abendsonne fotografieren: Zeit für schöne Portraits

Langschläfer aufgepasst! Wer morgens lieber ausschlafen will, bekommt am Abend noch einmal die Gelegenheit auf die Goldene Stunde. Nutzen Sie jetzt noch einmal die Chance auf warmes, weiches Licht ohne harten Schattenwurf. Verbunden mit einem netten Spaziergang am Abend kann man dann auch direkt dazu übergehen, den Sonnenuntergang zu betrachten.

Übrigens: Das Abendlicht eignet sich darüber hinaus auch perfekt für das Fotografieren von Silhouetten in der Dämmerung. Belichten Sie hierfür am besten auf den Himmel, im Zweifel wird eine Blende unterbelichtet und ein Stativ zur Hilfe genommen.

 11.    Den Sonnenuntergang fotografieren: Romantik pur

 

Was habe ich sie genossen, die Sonnenuntergänge an der Costa de la Luz. Die Gegend in Andalusien ist bekannt für seine ganz besondere Lichtstimmung

Zum Thema Sonnenuntergang stellen Sie sich bitte kurz folgende Situation vor: Sie sitzen am Meer, halten einen Cocktail in der Hand, das Meeresrauschen hallt durch Ihre Ohren, es liegt Salz in der Luft und der Wind weht durch die Palmen um Sie herum. Die Sonne neigt sich immer mehr dem Horizont entgegen und gewaltige Farben tauchen das Meer, den Strand, ja die gesamte Szenerie in eine unvergleichlich romantische Stimmung. Wenn der erste Tag mit dem Beobachten des Sonnenuntergangs endet, ist der Urlaub bereits gelungen.

Ein Naturschauspiel, dass Fotografen weltweit dazu motiviert, das perfekte Bild schießen zu wollen. Oft haben wir jedoch den Eindruck, dass wir diese geballte Schönheit gar nicht gänzlich einfangen können. Woran liegt das? Wir empfinden Sonnenuntergänge so intensiv, weil wir diese auf mehreren Eben wahrnehmen: Die salzige Luft, das rauschende Meer oder den fruchtigen Cocktail in einem Bild festzuhalten, ist eine ziemliche Herausforderung.

Was uns bleibt, ist der Versuch, die Situation noch stimmungsvoller zu gestalten, indem wir einen Blickfang mit einbauen: Suchen Sie sich eine Sandburg oder eine Palme, fotografieren Sie Ihr Glas samt Schirmchen. Steht irgendwo am Strand noch eine Sonnenliege herum? Dann bauen Sie diese in Ihr Bild mit ein, denn ein Bild vom Meer samt Himmel wirkt schnell langweilig. Es ist ein Bild, wie viele andere es machen.

 

Der Himmel sah an diesem Abend in Andalusien aus, wie gemalt. Wunderbares Licht, tolle Farben und ganz weit weg die kleine Mondsichel

© Anne Schellhase

12. Die Blaue Stunde einfangen: Stativ von Vorteil

Packen Sie Ihre Kamera nach dem Untergang der Sonne  bitte nicht in die Tasche! Denn jetzt beginnt die Blaue Stunde. Und Ihnen bietet sich die Möglichkeit, dieses faszinierende Zwielicht einzufangen. Gerade in Städten bedeutet das nicht nur eine faszinierende Lichtstimmung. Auch können Sie beobachten, wie verschlafene Urlaubsorte zu dieser Tageszeit regelrecht zum Leben erwachen. Denken Sie dabei bitte unbedingt daran, den VC-Stabilisator Ihrer Kamera einzuschalten, so vermeiden Sie unschöne Verwacklungsunschärfen. Ein kleines Stativ wäre in dieser Situation von Vorteil.

    13.    Bei Nacht fotografieren

 

Die Folgate Street in Whitechapel/London bei Nacht. Stellen Sie sich vor, wie Jack the Ripper hier einst sein Unwesen trieb … Gruselig!

© Bald&Bearded Photography

Nach der Blauen Stunde passiert ganz, ganz viel. Es lohnt sich, auch nachts auf Foto-Safari zu gehen. Bewaffnet mit einem Stativ können Sie sich nun auf Ausschau nach tollen Motiven machen. Der positive Nebeneffekt ist, dass Sie sich auf diese Weise viel mehr Zeit nehmen. Sie werden Ihre Bilder mit Sicherheit aktiver gestalten und viel mehr darüber nachdenken, was Sie fotografieren. Probieren Sie es aus. Und vergessen Sie die langen Belichtungszeiten nicht!

Fazit der Redaktion: Seien Sie kreativ, mutig und spontan. Vergessen Sie die typischen Reiseführerfotos und kreieren Sie Ihr ganz eigenes Album schöner Erinnerungen!

Das Fotografieren im Urlaub ist für jeden Fotografen mit viel Vorfreude, Kreativität und Aufregung verbunden. Ich persönlich überlege mir vorher ganz genau, wann und wo ich digitale Technik einsetzen oder lieber analog unterwegs sein möchte.

Ein Selfie von oben! So sieht es aus, wenn fM-Volontärin Anne Schellhase auf Reisen geht: Zwei Kameras hängen ihr um den Hals, eine weitere befindet sich in ihrer Hand und der Rucksack ist vollgepackt mit Zubehör … langweilen soll sie sich ja nicht!

Wichtig ist mir mittlerweile auch daran zu denken, dass ich vor lauter Knipserei nicht vergesse, Urlaub zu machen: Die Füße hochzulegen, zu entspannen und mich von dem Tempo meines Urlaubsortes treiben zu lassen. Alles können und doch nichts tun müssen, das bedeutet Urlaub für mich. Aus Erfahrung weiß ich zu berichten, dass es fast schon in Stress ausarten kann, mit verschiedenen Kameras, Filmen, Objektiven und diversem Zubehör unterwegs zu sein. Deswegen setze ich mir mittlerweile sogar ein Limit und nehme beispielsweise nicht mehr als drei Kameras mit.

Lassen Sie zwischendurch auch mal die Seele baumeln!

Kitesurfer an der Küste von Tarifa sind kein seltenes Bild. Ganz im Gegenteil: Die Gegend ist berühmt für ihre super Winde und idealen Bedingungen für alles, was mit Wassersport zu tun hat

© Anne Schellhase

Ich achte außerdem sehr darauf, Fotos zu machen, die nicht nur bei mir, sondern (hoffentlich!!!) auch bei anderen Betrachtern Fernweh auslösen. Bilder, zu denen ich eine Geschichte erzählen kann. Denn ich möchte nur die schönsten Erinnerungen mitnehmen und natürlich auch teilen. Von besonders schönen Momenten und Orten mache ich sogar ein Foto mit dem Smartphone, wenn ich analog unterwegs bin, nur um sicher zu sein, dass nichts verloren geht 😉

Wem es schwer fällt, sich einzuschränken, dem rate ich, die Kamera während der prallen Mittagssonne beiseite zu legen. Gehen Sie stattdessen ein Eis essen und einen Kaffee trinken. Oder holen Sie sich eine saftige Wassermelone: Mit dieser können Sie sich an einen schattigen Platz setzen und den bisherigen Tag Revue passieren und alle Eindrücke sacken lassen. Lassen Sie zwischendurch auch mal die Seele baumeln. Die Lichtverhältnisse sind ohnehin nicht optimal und die Ergebnisse werden Sie nicht glücklich machen. Alles klar soweit? Na dann: Ab in den Urlaub mit Ihnen!

INFO von: https://www.fotomagazin.de